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Papst Franziskus als Missionar der Barmherzigkeit

Kuba braucht geistliche wie leibliche Werke der Barmherzigkeit

Bild: Radio Vatikan
Franziskus geht als Missionar nach Kuba

Die katholische Kirche Kubas verbindet mit dem am Samstag, 19. September 2015, beginnenden Besuch von Papst Franziskus grosse Hoffnungen. Monsignore Pepe Felix, beigeordneter Sekretär der Kubanischen Bischofskonferenz, betonte vor kurzem in Havanna gegenüber dem katholischen Hilfswerk Kirche in Not:

“Es ist ein Geschenk Gottes, dass binnen kurzer Zeit schon der dritte Papst Kuba besucht. Papst Franziskus kommt als Oberster Hirte der Weltkirche, um uns im Glauben zu stärken. Das ist seine wichtigste Aufgabe. Wir hoffen, dass die Vitalität, die der Besuch von Papst Johannes Paul II. 1998 entfacht hat, neu entzündet wird.”

Papst Franziskus weilt vom 19.-22. September 2015 zu einem viertägigen Besuch auf der Karibikinsel. Neben der Haupstadt Havanna wird er auch die Städte Holguin und Santiago besuchen, ehe er in die USA weiterreist.

“Der Papst kommt zu uns als Missionar der Barmherzigkeit. Er bringt damit etwas sehr Kostbares. Kuba braucht Barmherzigkeit, sowohl geistliche wie leibliche Werke der Barmherzigkeit”

Der Geistliche. Monsignore Felix betonte weiter, dass Papst Franziskus aus mehreren Gründen einen besonders herzlichen Empfang zu erwarten habe.

“Das kubanische Volk ist Papst Franziskus sehr dankbar für seine Rolle bei der diplomatischen Annäherung zwischen Kuba und den USA. Das gilt auch für Nicht-Katholiken.“

Zudem sei der aus Argentinien stammende Papst Lateinamerikaner. Er spreche dieselbe Sprache und kenne die Kultur.

“Es ist zwar richtig, dass dies der erste echte Besuch des Papstes auf Kuba ist. Er hielt sich bisher nur einmal für einige Stunden am Flughafen auf, um in ein anderes Flugzeug umzusteigen“, so Monsignore Felix. „Aber er kennt die Kirche Kubas von Treffen mit Bischöfen sehr gut. Das hilft, eine gute gegenseitige Beziehung aufzubauen.”

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1) Pater Juan Miguel Arregui Echevarria SJ

Der Vorsitzende der kubanischen Ordenskonferenz, Pater Juan Miguel Arregui Echeverria, hob vor kurzem gegenüber Kirche in Not die missionarischen Möglichkeiten des Besuchs hervor.

“Kuba war fünfzig Jahre lang eine geistliche Wüste. Das Volk weiss wenig über die Religion. Ich hoffe, dass der Papst mit seiner Spiritualität helfen wird, das religiöse Bewusstsein im Volk zu stärken.”

Der aus Spanien stammende Jesuit gab ausserdem seiner Hoffnung Ausdruck, dass der Besuch den Handlungsspielraum der Kirche auf der Insel verbessern helfen werde.

“Dieser Besuch“, so hoffen wir, „ist ein wichtiger Schritt, um die Situation der Kirche auf Kuba zu normalisieren. Bis vor gar nicht langer Zeit konnte die Kirche nur innerhalb des Kirchengebäudes wirken. Sie war außerdem auf die rein geistlichen Aufgaben beschränkt wie Messfeier und Sakramentenspendung. Seit ein paar Jahren können wir mehr machen wie caritative und Bildungsarbeit. Wir glauben, dass mit dem Papstbesuch dieses caritative und erzieherische Wirken der Kirche in der Gesellschaft ein wenig normaler wird.”

Kubaner sind über Besuch hell begeistert

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Amalia Miguel aus Guiteras, Kuba

Unter Kubas einfachen Katholiken ist die Begeisterung über den bevorstehenden Besuch derweil gross. Amalia Miguel aus Guiteras, einem Vorort Havannas meinte:

“Papst Franziskus ist so wichtig für uns. Wir lieben ihn, weil er Kuba und unserer Kirche hilft. Alle Kubaner glauben an Gott. Wer etwas anderes behauptet, lügt. Schliesslich haben wir nur den Glauben. Was bliebe uns ohne ihn?”

Kirche in Not unterstützt die katholische Kirche Kubas seit vielen Jahren. Allein in diesem und im vergangenen Jahr wurden pastorale Projekte auf der Karibikinsel mit mehr als 1,7 Millionen Schweizer Franken unterstützt, darunter Neubau und Renovierungen von Kirchen sowie Ausbildung und Unterstützung von Priestern und Ordensleuten. Etwa 60 Prozent der Einwohner Kubas gelten als katholisch.

Spenden mit Vermerk «Kuba» können gerichtet werden an:

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